Me 109 EADS Heritage Flight kommt zu Tannkosh!

Liebe Tannkosh-Piloten und Besucher,

wir sind sehr stolz darauf Euch einen weiteren "Special Guest" bei Tannkosh ankündigen zu dürfen: die Me 109 der EADS Heritage Flight kommt zu Tannkosh, geflogen von Klaus Plasa. 

Wir freuen uns riesig dass wir Klaus und die Me 109 wieder beim Tannkosh Flying Display begrüßen dürfen, einige von Euch haben sicherlich noch dieselbe Gänsehaut wie wir bei der Erinnerung an letztes Jahr, als die Me 109 trotz schlechtem Wetter (wie die meisten von Euch:-) über der Tannkosh-Flightline erschienen ist...freut Euch wiederum auf ein aussergewöhnliches Flugzeug, geflogen von einem aussergewöhnlichen Piloten, ein absolutes Highlight beim Tannkosh Flying Display.

Klaus Plasa fliegt im "richtigen Leben" als PIC und Fluglehrer auf der Transall bei der Luftwaffe, hat auch schon sein Bedürfnis gestillt einen Doppeldecker (Boeing Stearman) von Amerika nach Deutschland zu überführen - und fliegt nebst seiner geliebten "Trall" auch alles andere das Flügel hat...vor allem "Oldtimer" die ein gewisses "Händchen" erfordern:-)

Herzlichen Dank an die EADS Heritage Flight und Volker Radon und sein Team, die die Me 109 zur Freude aller Piloten und Crews zu Tannkosh "abkommandieren:-)

Welcome to Tannkosh!!!

Flugzeuginformation

Bf (Me) 109 G-4 D-FWME 'Rote Sieben

Eigentumer: EADS

Halter und Betreiber: EADS
Entwicklungsgeschichte der Me (Bf) 109
Die Entwicklungsgeschichte der Bf (Me) 109 geht bis in das Jahr 1934 zurück, als man bei den Bayerischen Flugzeugwerken (BFW) in Augsburg - ab 1938 Messerschmitt AG - im Auftrag des damaligen Reichsluftfahrtministeriums im
Rahmen eines Wettbewerbs mit der Entwicklung eines leichten Jagdflugzeugesbegann.

Willy Messerschmitt ließ in das Flugzeug, das die Bezeichnung

Bf 109 erhielt, nicht nur alles an damals vorhandener Erfahrung im Flugzeugbau
sondern auch zahireiche Innovationen einflieBen. Der Jager wurde als Tiefdecker in Ganzmetall-Schalenbauweise mit Einziehfahrwerk, geschlossener Kabine, automatischen Vorflugeln, Landeklappen und Verstellluftschraube konzipiert und gebaut.
Der Prototyp Bf (Me) 109 V 1 absolvierte semen Erstflug am 28. Mai 1935.
Schon 1937 konnte em Versuchsmuster mit 611 km/h den Geschwindigkeitsweltrekord für Landflugzeuge erstmals nach Deutschland holen.

Die Bf (Me) 109 wurde ab 1937 für die deutsche Luftwaffe in Serie gebaut und zu deren Standardjager. In zahlreichen Varianten passte man die Bf (Me) 109den Bedürfnissen der Zeit immer wieder an. 1938 erhielt die Variante E den
Motor DB 601 A mit 30 I Hubraum und 1.175 PS.

1939 wurde die Zelle vor allem aerodynamisch verfeinert, worauf das Flugzeug zunächst als Bf (Me) 109 F in Serie ging. Die bis dahin umfangreichste Serienfertigung begann anschliegend Ende 1941 mit der Bf (Me) 109 G und demnoch stärkeren DB 605 mit 1.475 PS. Dieser Motorentyp ist in der Bf (Me) 109 G-4 ,,D-FWME" eingebaut.

Letzte Serienausführung in Deutschland war die ab Herbst 1944 gebaute Bf (Me) 109 K.

Bis zum Ende des 2. Weltkrieges entstanden rund 34.000 Bf (Me) 109, die groBte Produktionszahl eines Jagdflugzeuges uberhaupt. Weitere rund 1.000 Maschinen mit unterschiedlichen Triebwerken wurden nach 1945 im Ausland gebaut, so in der damaligen CSSR sowie in Spanien bis Ende der 1950er Jahre. Bf (Me) 109 mit RollsRoyce Merlin Triebwerk waren noch bis Ca. 1965 in Spanien als HA 1112 im Einsatz.

Die Geschichte der Roten Sieben stelit sich nach unserem heutigen Kenntnisstand wie folgt dar:

Im Jahre 1958 wurde sie als HA 1112 M-1 L bei Hispano Aviacion in Spanien mit der Seriennummer 139 ausgeliefert. Von 1958 bis 1965 flog die Maschine bei der spanischen Luftwaffe mit der Kennung C.4K-75.

Nach der Ausmusterung 1965 verkaufte man die Maschine nach England, wo sie die Kennung G-AWHG erhielt.

1966 wurde sie als ,,Gelbe 11° und Rote 14' im Film .Luftschlacht urn England eingesetzt und fand 1974 einen Käufer in den USA. Bei einem Unfall im Jahre 1986 wurde die Maschjne beschadigt und als 0Me 109-ähnlich" statisch wieder aufgebaut.

1994/95 verkaufte man das Flugzeug nach Frankreich, um es dort wieder zu restaurieren. Der Rumpf ging an die Fa. Bitz in Augsburg, während die Flächen in Frankreich verblieben.

Im Oktober 1997 erwarb die Messerschmitt Air Company (MAC) aus Albstadt die Reste der Maschine um sie über sieben Jahre hinweg von Grund auf neu als Bf (Me) 109 G-4 aufzubauen.

In dieser Konfiguration flog sie erstmals am 23.08.2004.

Am 16.07.2005 kam es nach nur 32 Flugstunden zu einem Landeunfall in Albstadt mit schweren Schäden.

Während des Wiederaufbaus nahmen die Eigentumer aus Kostengrunden mit der EADS Kontakt auf, um Uber einen Verkauf der Maschine zu verhandein.

2007 wurde der Kaufvertrag unterzeichnet und am 13.04.2008 flog die ,,Rote 7 "nach ihrer Reparatur erstmals in Manching.

Am 15.04.2008 karn es infolge eines Fahrwerksproblems zu einer Bauchlandungauf einem Schaumteppich in Manching.

Die wieder instandgesetzte Maschine war anschlieIend ab 19. Februar 2009 wieder in der Luft.

Technische Daten Flugzeug

Triebwerk

Startleistung

Span nweite

Lange

Höhe

FlUgelflache

Rustgewicht

Fluggewicht

Hochstgeschwindigkeit

Dienstgipfelhohe

Steigezeit auf 8,4 km

Reichweite

DB

1.475 PS (1.082 kW)

9,92 m

8,94 m

2,60 m

16,02 m2

2.400 kg

2.800 kg max.

630 km/h in 8,4 km Höhe

12.100 m

10,5 mm

605 B

650

Technische Daten DB 605 B

4-Takt-Einspritzmotor in Vierventiltechnik, 12 Zylinder in V-Form hangend

angeordnet mit FlUssigkeitskuhlung, Magnetzundung,

einstufigem Lader und Stirnradgetriebe

Lange 2.303 mm

Höhe 1.050 mm

Breite 762 mm

Gewicht Ca. 770 kg

Hubraum 35,7 I

Bohrung 154 mm

Verdichtung 7,5

Start- und Notleistung

Dauerleistu ng

Schmierstoffverbrauch

1 .475 PS (1 .082 kW)

bei 2.800 U/mm und 1,42 ata

(Verbrauch Ca. 480 I/h)

890 PS (653 kW)

bei 2.100 U/mm und 1,00 ata

(Verbrauch ca. 250 I/h)

6 - 13 I/h je nach Drehzahl

km

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